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Article: Des usures inquiétantes chez les femmes
Le mardi 25 octobre 2011 Afficher le message »Des usures inquiétantes chez les femmes
Les femmes restent vouées aux tâches répétitives et à Ia relation d'aide. Médecin du travail, Fabienne Bardot constate I'usure provoquée par une pression temporelle croissante chez Ies salariées des secteurs de Ia Iogistique et du soin.
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Artikel: Wachsender Arbeitsdruck und Personalknappheit werfen viele aus der Balance
Le mardi 18 octobre 2011 Afficher le message »Wachsender Arbeitsdruck und Personalknappheit
Work-Life-Balance wird oft mit Vereinbarkeit von Beruf und Familie gleichgesetzt. Gemeint ist damit, die Ansprüche der Erwerbsarbeit und des Privatlebens besser aufeinander abzustimmen. Zielgruppen waren und sind in erster Linie Beschäftigte mit Familienpflichten und vor allem Frauen. Das Projekt Lanceo »Balanceorientierte Leistungspolitik« hat das Themenspektrum erweitert: Es untersucht das Verhältnis zwischen den Anforderungen der Arbeitswelt und den menschlichen Ressourcen. Denn auch Beschäftigte ohne Familienpflichten geraten aus der Balance. Bei den Arbeitgebern jedoch ist es meist verpönt, die Leistungsbedingungen zu thematisieren. Leistungspolitik wird als nicht steuerbar verkauft, als abhängig vom Marktgeschehen. Lanceo dagegen propagiert betriebliche Gestaltungsansätze.
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Artikel: Konflikte am Arbeitsplatz
Le vendredi 14 octobre 2011 Afficher le message »"Ursachen bekämpfen, nicht Symptome"
Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist ein Thema, welches Arbeitnehmervertretern besonders am Herzen liegt. Wir unterhielten uns mit dem Präsidenten der „Chambre des salariés", Jean-Claude Reding, und dem beigeordneten Direktor des „Centre de formation syndicale", Alain Kinn. Sie sehen vor allem die modernen Arbeitsbedingungen am Ursprung von Konfliktsituationen.
Stress, Mobbing, Burn-out, ja sogar Suizid als Folge der Arbeit: Themen, die immer mehr auf öffentliches Interesse stoβen. Es wundert einen deshalb vielleicht auch nicht, dass Stimmen laut werden, die mehr Gesetze fordern, wie etwa eines, welches das Phänomen des Mobbings besser bekämpfen soll. „Ein Gesetz gegen Mobbing am Arbeitsplatz wird vielleicht einigen Personen helfen", sagt Alain Kinn, beige-ordneter Direktor des „Centre de formation syndicale", „die Ursachen des Problems sind aber damit noch lange nicht gelöst." Jean-Claude Reding seinerseits meint: „Ich habe persönlich nichts gegen Gesetze. Aber Konfliktsituationen am Arbeitsplatz sollen keine Sache des Strafrechts sein. In einem Mobbingfall müsste man dann untersuchen, wer der Schuldige ist, und eine solche Beweisführung ist nicht einfach."
Die Arbeitnehmerkammer will das Problem aber nicht auf Mobbing reduziert sehen - Wohlbefinden am Arbeitsplatz sei vielmehr - und will nicht nur den Betroffenen helfen, sondern darüber hinaus die Ursachen der Konfliktsituationen am Arbeitsplatzuntersuchen und diese bekämpfen. „Man kann es mit dem Bekämpfen einer Krankheit vergleichen", sagt Kinn. „Mit Medikamenten Iassen sich die Symptome bekämpfen, die Ursachen, und damit die Krankheit selbst, besiegt man so nicht."
Ab 2012 will die CSL periodische Analysen durchführen, wie die Angestellten ihre Situation in den Betrieben sehen. Bereits jetzt werden spezielle Kurse für Sicherheitsdelegierte angeboten, in denen gezeigt wird, wie man Konfliktsituationen erkennt und ihnen adäquat begegnet. Die CSL veröffentlicht ebenfalls Informationsbroschüren zu den verschiedenen Themen rund um die Gesundheit am Arbeitsplatz.
Was nun das Thema Mobbing im Speziellen angeht, so bleiben sowohl Alain Kinn als auch Jean-Claude Reding sehr vorsichtig in ihren Aussagen. „Bei Mobbing", so Kinn, „handelt es sich um ein sehr spezielles Problem, das meistens zwei Personen miteinander haben. Es ist aber nur eine Erscheinung von psychosozialen Problemen innerhalb eines Betriebs. Für einen Auβenstehenden - und damit ist auch der Sicherheitsdelegierte gemeint, der ja auβerhalb der speziellen Situation steht - ist es schwierig, hier durchzublicken und zu helfen."
Aus diesem Grund wolle sich die CSL nicht zu sehr mit Einzelschicksalen beschäftigen. Dass in allen Fällen den Betroffenen geholfen werden muss, stehe auβer Frage. Allerdings sehen die Vertreter der Arbeitnehmer die Problematik im weiteren Kontext der modernen Arbeitsbedingungen, die immer mehr zu Spannung zwischen Kollegen untereinander und mit der Hierarchie führten.
Studien würden zeigen, dass viele Arbeitnehmer unter Stress litten. Die Ursachen hierfür seien vielfältig, so gaben viele als Grund hierfür an, sie hätten keine Kontrolle über ihre Arbeit, hätten Probleme mit der Hierarchie oder es gebe eine schlechte Kommunikation innerhalb des Betriebs.£
Die CSL will sich deshalb anstatt auf Einzelfälle auf die allgemeine Ursachenbekämpfung konzentrieren und die Ursachen für innerbetriebliche Spannung analysieren. Allerdings sei dies nicht einfach, meint Alain Kinn. Die Delegationen in den Betrieben hätten wenig Spielraum, da man es noch immer mit einem Gesetz zu tun habe, das solche Aktivitäten den Sicherheitsdelegierten nicht gestattet.
Die Frage nach den Gründen der „neuen" Konfliktsituationen mündet bei Jean-Claude Reding in einer Kritik der modernen Arbeitsbedingungen, die nur auf Profitsteigerung ausgerichtet sind. „Rührt das Ansteigen der Konflikte nicht auch von einer Änderung des Lohnsystems her?", fragt Reding. Dadurch, dass die Arbeit bewertet werde und dabei die erbrachte Leistung an oberster Stelle stehe, werde der Konkurrenzkampf unter den Angestellten eines Unternehmens gefördert, ein Kampf, der wiederum zu Spannungen bis hin zum Mobbing führen könnte.
„Die klassische Entlohnung wurde in vielen Betrieben abgeschafft. Früher erhielt man mehr Lohn, je langer man im Betrieb arbeitete. Die Erfahrung wurde als Treue zum Betrieb bewertet und dementsprechend belohnt. Dies ist heute anders." Es müsste auch untersucht werden, ob die Leistung der Manager um so viel höher ist, als es ihr Lohn gegenüber dem der Angestellten ist.
Bewertungssysteme blieben nicht ohne Auswirkungen auf die psychosozialen Beziehungen in den Betrieben, würden aber als absolutes Muss angesehen. Die Möglichkeiten, wie sich die Angestellten gesund und effizient in ihrem Betriebe entwickeln können, würden nicht diskutiert. In der Praxis sei es oft so, dass der Chef nach einem Bewertungsgespräch entscheidet, wer ein guter und wer ein schlechter Angestellter ist. Dies sei keine Politik, die dazu ermutigt, sich im Betrieb weiterzuentwickeln. „Es ist eine Politik, die die Leute ghettoisiert", sagt Alain Kinn. „Man identifiziert diverse Kategorien: die Schlechten, die sehr Schlechten und die Guten." So würden Eliten den anderen Angestellten gegenübergestellt, und Spannungen im Betrieb seien vorprogrammiert.
Personalbüros nehmen in der Problematik eine besondere Stelle ein, müssen sie doch oft eine Firmenpolitik umsetzen, die zu Konflikten führen kann. Aus diesem Grund will die CSL auch die Ausbildung der Personalverantwortlichen unter die Lupe nehmen. Es sei schlieβlich ein Unterschied, ob sie darauf achten müssen, dass die Angestellten gut und ordentlich arbeiten, oder ob sie nur Instrumente sind im Hinblick darauf, eine möglichst hohe Rendite für den Betrieb zu erwirtschaften.
Auch diese Leute stellten sich zunehmend Fragen und fühlten sich nicht unbedingt wohl dabei, ein widersprüchliches System verwalten zu müssen. Es werde immer komplizierter, eine Personalpolitik zu führen, die auch noch an die Menschen denkt, meint Reding.
Konflikte am Arbeitsplatz führten auch immer öfters dazu, dass die Angestellten den Sinn ihrer Arbeit in Frage stellten. Nicht umsonst würden fast drei von vier Arbeitnehmern in Gesprächen sagen, sie würden am liebsten den Beruf wechseln, wenn sie die Möglichkeit hätten. Dies sei oft das Resultat dessen, was man über lange Jahre auf seinem Arbeitsplatz erlebt hat. Ein Aspekt werde in der ganzen Diskussion oft übersehen.
„Wird jemand durch seine Arbeit krank, ob nun physisch oder psychisch, gehe dies früher oder später zu Lasten der Sozialversicherung.“